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Großbohrpfähle

Großbohrpfähle werden als Gründungselemente eingesetzt, wenn hohe Lasten in tiefer liegende tragfähigere Bodenschichten abgeleitet werden müssen. Hierbei können z. B.   

-          Einzelpfahlgründungen mit einer punktförmigen Lasteintragungen,

-          Pfahlgruppengründungen mit flächenhafter Lasteintragung und

-          kombinierte Pfahlplattengründungen (Sonderfall)

zum Einsatz kommen.  

Großbohrpfähle gelten als biegesteif und können sowohl Vertikal- als auch Horizontallasten aufnehmen. Das Herstellverfahren bietet eine flexible Anpassung an geforderte Pfahllängen und -durchmesser. Durch ihre erschütterungs-, lärm- und setzungsarme Herstellung sind Großbohrpfähle auch für den innerstädtischen Bereich sehr gut geeignet.

 Die gängigen Herstellungsverfahren sind:

-          Standardpfahlverfahren mittels Kelly-Drehbohren mit

  • verrohrter Bohrung,
  • durch Suspension gestützte Bohrungen

-          Greiferbohrverfahren mit Verrohrungsmaschinen,

-          Schneckenbohrpfähle (SOB-Pfahl).

Hergestellt werden Großbohrpfähle mit Hilfe einer vorauseilenden Verrohrung, welche in den Baugrund gebohrt wird. Im inneren der Verrohrung wird das Bodenmaterial mit einer Bohrschnecke bzw. Bohreimer gefördert.

Nach Abschluss der Bohrarbeiten wird ein Bewehrungskorb eingestellt und Ortbeton im Kontraktorverfahren eingepumpt.